Phytotherapie
Hierunter versteht man die Behandlung mit Arzneimitteln aus pflanzlichen Extrakten. In der Gynäkologie haben sich Keuschlamm ( Vitex agnus castus) bei Prämenstruellem Syndrom und Regelschmerzen, sowie die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bei Wechselbeschwerden gut bewährt. Extrakte des Baldrians sind wirksam gegen Schlafstörungen, Johanniskrautpräparate verbessern die Stimmung bei leichteren depressiven Zuständen.

Die Wirksamkeit dieser pflanzlichen Mittel ist durch klinische Studien belegt, allerdings sollte man unbedingt auf die Qualität der Präparate achten. Die Angabe des DEV (Drogen-Extrakt-Verhältnis) auf der Packung gibt eine Aussage über den Anteil der enthaltenen Wirkstoffe. Nur so kann man unterdosierte Produkte von hochwertigen unterscheiden und eine ausreichende Medikation gewährleisten.

Obwohl Phytopharmaka in der Regel gut verträglich sind, bedeutet pflanzlich nicht nebenwirkungsfrei! Es können ebenso unerwünschte Effekte auftreten wie bei synthetisch hergestellten Medikamenten. Auch Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Substanzen sind möglich, beispielsweise mindert Johanniskraut die Wirksamkeit der Pille.